Paso Finos auf der Equitana - März 2013

Oh Gott, waschen bei dem Wetter? Es friert doch. Was hat mein Mensch denn jetzt schon wieder vor! Ok, danke, das Wasser ist wenigstens warm ... und jetzt kommt auch noch das pustende Monster, um mich trocken zu machen... Oh je, was wir jetzt wohl wieder vor haben.

Aha, da sind wenigstens andere Pferde. Aber eine ganz schön angespannte Atmosphäre hier. Und überall Menschen, Autos, Lärm, Häuser... puh. Wie gut, dass mein Mensch so die Ruhe hat, ich werde ihr einfach mal folgen. Meistens weiß sie ziemlich genau, was sie will. Stallzelt, der ganze Boden steht unter Wasser. Super! Die Menschen schaufeln und bemühen sich, dass unsere Boxen trocken werden, dass ist nett.

Jetzt geht es los, ich und meine Nachbarn sind super rausgeputzt. Mal schauen, was jetzt kommt. Ich bin ganz schön aufgeregt. Hier ist alles so anders und angespannt. Ach herrje, so viele Menschen habe ich noch nie gesehen. Erst mal über die „Fußgängerampel“ und vorbei an all diesen Menschen mit Tüten und Taschen. Komischer Ausritt, zwischen all den Autos, Hängern, Kutschen und Pferden.
Abreithalle, aha! Das ist „Kenzie“ mit Ostwind, sagt Claudia. Und dort rennen viele Schimmel frei, aber nicht ganz frei, einer dirigiert sie - „Lorenzo“ nennen sie ihn, aha! Spannend hier. Hey, da sind noch ganz viele andere Pferde, die so laufen wie wir. Tölt nennen sie das bei denen. Wow, Töltende Traber, Rocky Mountain Horses, Fox Trotter, Tennessee Walker,.. und mit denen gehen wir zusammen in den „kleinen Ring“, in den „St. Georg Ring“ und wie die Arenen alle heißen. Die große Halle ist beeindruckend mit der Leinwand, wow!

Ich glaube wir machen ein gutes Bild, wir drei Schimmel. Stan ist mit Paloma dabei, Johanna oder Britta mit Brujula und Claudia mit mir. Die Stimmung ist gut und Stephan Vierhaus‘ Stimme hallt enthusiastisch durch die Lautsprecher. Im Wetttölten mit den Töltenden Trabern ist Paloma sogar die Schnellste. Unsere Menschen treffen sich immer wieder am IGV Stand oder gehen in der Schlemmermeile essen. Sie haben gute Laune und scheinen die Auftritte zu genießen. Was für eine Ruhe diese Menschen doch haben.
Aufregend ist es für uns Pferde und anstrengend, die vielen Eindrücke. Vor lauter Stress hab ich gar keine Lust mehr zu fressen. Hab ein bisschen Bauchweh. Das geht einigen meiner Showpartner hier so. Eingepackt in Decken, damit wir sauber bleiben. Spät abends machen sich immer wieder die „Stars“, wie die Schimmel von Lorenzo, die neben uns stehen, auf den Weg. Schlafen ist schwierig. Trotz all der spannenden Augenblicke hoffe ich, dass wir bald wieder nach Hause fahren.

Da bin ich wieder! Zuhause! Hallo Freunde, ihr glaubt gar nicht was ich erlebt habe. Aber jetzt möchte ich mich erst mal wälzen und Gras essen. Den Wind in meiner Mähne fühlen und mir die Sonne auf den Rücken scheinen lassen. Wer weiß, was als nächstes kommt. Vielleicht freu ich mich dann auch wieder mit meinem Menschen los zu ziehen und ein neues Abenteuer zu erleben. Mal sehen. Bis zum nächsten mal!

Erzählt von Tomaria’s Excelencia, Fotos von Ellen Vierhaus und Claudia Metting