Kleine Ereignisse werfen große Schatten voraus

Wir waren schon ganz aufgeregt und arbeiteten uns von Tag zu Tag unserem Ziel, dem zweiten Open House am 2. Juni 2013 bei Paso Finos del Baltico entgegen. In diesem Jahr wollten wir unsere Gäste mit einer noch besseren Show, noch schöneren Anblicken und noch mehr Entertainment in den Bann unserer Paso Finos ziehen.

Endlich haben wir auch den schon lange benötigten Finostrip gebaut. Der Bereich Werbung rund um die Rasse war in Laura Ott´s Händen bestens aufgehoben. Die fotografische Begleitung übernahm sehr gerne Max Ott. Unserem humanitären Nachwuchs sagen wir dafür ganz herzlich Danke!!

Die reiterliche Unterstützung bekamen wir durch Stan Paul. Stan war für eine ganze Woche bei uns. Unaufdringlich und immer da wenn er gebraucht wurde und super fit in allen Trainingsangelegenheiten rund um den Fino. Vielen Dank Stan! Zu unserer allergrößten Freude fanden unsere Fino Freunde aus UK, Sandy Burnfield und Sarah Johns, bereits am Freitag den Weg zu uns. Sie wurden aktiv ins Geschehen eingebunden und Sarah wurde zum Bestandteil der Show am Sonntag. Vielen, vielen Dank!!
Ebenfalls am Freitag landete der PFAE Vorsitzende Gerd Mülle im neuen Terminal Zwei auf dem Dublin Airport. In Irland werden Flughafenneubauten auch fertig ;-). Wir sind froh, dass Gerd gekommen ist, sollte doch am Sonnabend die erste Mitgliederversammlung des PFAE Ire/UK stattfinden. Als am Sonnabend noch Elke Christoph (stellvertretend für Cochise Stud Ireland) den Weg zu uns fand, war mein Level an positivem Input schon recht hoch. Elke bot spontan ihre Hilfe für Sonntag an. Im Stillen hatte ich mich schon gefragt, wie ich reiten und gleichzeitig Kaffee und Muffins verteilen sollte? Am Sonntag Nachmittag bereicherten unsere Finofreunde Yvonne Bowen (UK) und Peter Everett aus dem wunderschönen Co. Kerry/Ireland, unser Open House. Danke für euren Besuch :-).

Endlich war es dann soweit. Unsere Terrasse, direkt angrenzend an unseren Round Pen und das Sounding Board, war der Treffpunkt für die Besucher. Für das leibliche Wohl war gesorgt. Elke verteilte begeistert Kaffee und Muffins. Die Technik funktionierte. Geplant war die Veranstaltung von 3-5pm. Passend zum irischen Zeitfenster, konnten wir dann um 4.15pm mit unserer kleinen Show beginnen. Laura moderierte die gesamte Veranstaltung. Nach den ersten Sätzen legte sich auch die Aufregung. Sie verwechselte nicht ihre Moderationskarten und lieferte sehr gut ab. Prima gemacht!
Der wichtige reiterliche Teil lief sehr gut. Wir hatten nur eine winzige Unstimmigkeit, als mir Sarah Johns beim Paarreiten beinahe aus den Fingern glitschte. Barrida, Figure Eight, Reverse, Sounding Board und alle anderen Elemente liefen richtig gut. Die Finos sahen propper und elegant und blinkend und super schön und fascinating und und und ....... aus.

Wir haben es uns zum Programm gemacht, Qualität, Langlebigkeit und Leistungsbereitschaft der Finos durch das Zeigen unserer Oldies zu unterstreichen. In diesem Jahr war die Boo unser Star. Als fester Bestandteil der Show und auch als Reitpferd vor- und nachher, zeigte sie zum Beispiel Sarah, wie überschäumend der Galopp über eine Wiese auch mit 23 Jahren noch sein kann. Bei der Präsentation mit ihrer Tochter Electra del Baltico als Handpferd überzeugten sie durch ein elegantes Erscheinungsbild und Harmonie.

Das Vorzeigen einer in Irland noch so unbekannten Rasse wirft selbstverständlich beim Publikum viele Fragen auf. Für deren Beantwortung stand Stan dann zur Verfügung. Tadellos gelaufen! War in native english auch nicht anders zu erwarten. Das Probereiten bildete den Abschluss der Veranstaltung, denn schließlich soll jeder die Möglichkeit erhalten, dass als so positiv Beschriebene auch selbst zu erfahren. Für Yvonne Croke, die Vorsitzend von Endurance Ireland, haben wir die Möglichkeit eingeräumt, auf einer unserer Wiesen einen etwas ausgedehnteren Proberitt mit unserer Mercedes zu unternehmen. Auch hier positivste Überraschung über die erschütterungsfreie Gangart und die Schönheit der Finos. Es wäre schön, wenn unsere Bemühungen dazu beitragen könnten, diese wunderbare Rasse auch in unserer neuen Heimat bekannter und beliebter zu machen.

Bericht von Marina Ott, Fotos von Max Ott